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Wartung von Oldtimer-Hartgummibatterien mit Bleibrücken

Hartgummibatterien mit Bleibrücken sind ein Stück Automobilgeschichte – robust, langlebig und charaktervoll. Damit diese Batterien ihre Leistungsfähigkeit behalten und gleichzeitig originalgetreu erhalten bleiben, ist eine regelmässige Wartung unerlässlich. Nachfolgend finden Sie unsere Empfehlungen für den fachgerechten Umgang mit klassischen Starterbatterien:

1. Sichtprüfung und Reinigung

  • Gehäuse kontrollieren: Achten Sie auf Risse, Verformungen oder Undichtigkeiten des Hartgummigehäuses.

  • Pole und Verbinder reinigen: Oxidationen mit einer Messingbürste entfernen, anschliessend mit Polfett schützen.

  • Säurespuren beseitigen: Bei säurehaltigen Verschmutzungen hilft warmes Wasser mit etwas Natron (Natriumhydrogencarbonat).

2. Elektrolytstand prüfen

  • Regelmässig kontrollieren: Der Säurestand sollte stets ca. 1 cm über den Platten liegen.

  • Nur destilliertes Wasser nachfüllen: Kein Leitungswasser verwenden – Mineralien und Verunreinigungen können die Batterie schädigen.

3. Spannung und Ladezustand überwachen

  • Ruhespannung messen: Eine vollgeladene 6V-Batterie zeigt ca. 6,3 – 6,4 V, eine 12V-Batterie ca. 12,6 – 12,8 V an.

  • Ladespannung prüfen: Die Ladespannung darf bei Oldtimer-Lichtmaschinen nicht dauerhaft über 7,2 V (bei 6V) bzw. 14,4 V (bei 12V) steigen.

4. Ladung

  • Regelmässige Erhaltungsladung: Besonders bei Saisonfahrzeugen empfiehlt sich alle 6–8 Wochen eine schonende Nachladung.

  • Ladegerät geeignet wählen: 

    Verwenden Sie ein geeignetes Ladegerät für klassische Blei-Säure-Batterien. Viele moderne Geräte sind heute in der Lage, den Ladevorgang automatisch zu steuern und an den Batterietyp anzupassen. Wichtig ist, dass das Ladegerät sanft lädt, die Ladeschlussspannung begrenzt und keine aggressive Regenerations- oder Entsulfatierungsfunktion verwendet, da diese bei Oldtimerbatterien mit Bleibrücken Schaden anrichten kann.

    Achten Sie auf einen Ladebereich von etwa:

    • 6V-Batterien: max. 7,2 V

    • 12V-Batterien: max. 14,4 V

5. Winterpause und Einlagerung

  • Trocken und frostfrei lagern: Batterie aus dem Fahrzeug ausbauen, dunkel und bei ca. 10–15 °C lagern.

  • Vor dem Einlagern voll laden: Danach alle 2–3 Monate Ladezustand prüfen und bei Bedarf nachladen.

6. Lebensdauer verlängern

  • Tiefentladungen vermeiden: Unterspannungen unter 5,8 V (bei 6V) bzw. 11,8 V (bei 12V) können die Batterie dauerhaft schädigen. Besonders bei längeren Standzeiten kann es durch stille Verbraucher (z. B. Uhren, Radios) zu einer unbemerkten Entladung kommen.

  • Trennschalter verwenden: Um die Batterie bei Standzeiten zuverlässig vom Bordnetz zu trennen, empfehlen sich manuelle oder automatische Batterietrennschalter. Diese unterbrechen den Stromkreis zuverlässig und helfen, Tiefentladungen zu vermeiden.

  • Keine Schnellladungen: Hohe Ladeströme führen zu Wärmeentwicklung, verstärkter Gasung und beschleunigtem Verschleiss der Platten. Schonendes Laden verlängert die Lebensdauer deutlich.


Sie haben Fragen zur Pflege Ihrer Oldtimer-Batterie?

Unser Team bei Levo Batterien AG berät Sie gerne persönlich – ob zur richtigen Pflege, passenden Ladegeräten oder Ersatz im Originaldesign.

📞 Kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie unsere Fabrikation in Diegten – Tradition trifft Technik seit über 70 Jahren.